Statt Verbote besser Innovation und Forschung fördern

17. November 2020 agvs-upsa.ch – Das CO2-Gesetz führt zu mehr Bürokratie und höheren Kosten. In loser Folge präsentieren die AGVS-Medien kurze Interviews mit Vertretern aus Verbänden, die das Referendum unterstützen. Heute: Marcello Zandonà, Direktor Kaminfeger Schweiz, und Paul Grässli, Zentralpräsident Kaminfeger Schweiz.
 
sco. Herr Zandonà, Herr Grässli: Wieso zielt das CO2-Gesetz für Sie in die falsche Richtung?
Marcello Zandonà, Direktor Kaminfeger Schweiz (Bild links): Es bringt nichts und kostet viel – unsere Kundschaft wird mit sehr hohen Kosten konfrontiert. Bei einer Lebensdauer von rund 20 Jahren eine top funktionierende Heizungsanlage nach fünf Jahre ersetzen zu wollen, ist umwelttechnisch (Ressourcen) sehr fragwürdig. Es wird immer mehr auf Strom gesetzt, was in Europa höchstwahrscheinlich zu einem dramatischen Engpass führen wird. Die Schweiz ist bereits jetzt Spitzenreiterin im Klimaschutz. Seit den 90er-Jahren hat die Schweiz trotz grossem Bevölkerungszuwachs den CO2-Ausstoss laufend vermindert. Die Kaminfegerinnen und Kaminfeger schützen das Klima seit bald über 125 Jahren durch ihre tägliche Arbeit an wärmetechnischen Anlagen.

Welche Änderungen zum eben verabschiedeten Gesetz streben Sie an?
Paul Grässli, Zentralpräsident Kaminfeger Schweiz (Bild rechts): Kaminfeger Schweiz strebt den Ersatz der nicht energie- und umwelteffizienten wärmetechnischen Anlagen an. Auch Wärmepumpen haben dabei ihren Platz. Umweltfreundlichere Energieträger sind zu fördern, wie zum Beispiel auch moderne Holzfeuerungen mit entsprechenden Feinstaubfilteranlagen und der korrekten Feuerung. Ein Feuer wird von oben angezündet.


Was sagen Sie der sogenannten «Klimajugend», der das Gesetz zu wenig weit geht?
Zandonà: Die Schweiz ist eines der grössten Vorbilder in Sachen Umweltschutz. Dieses sehr wichtige Thema muss zwingend von allen anderen Ländern gleichermassen angegangen werden. Der Wind kennt keine Grenzen...

Wieso ist es für die Schweizer Wirtschaft und das Gewerbe so wichtig, dass dieses Gesetz verhindert wird?
Grässli: Allein die Mehrkosten für eine durchschnittliche Familie betragen mindestens 1000 Franken pro Jahr. Und wenn der Strommarkt liberalisiert wird, bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Was wird wohl passieren, wenn die Nachfrage stetig steigen wird – zum Beispiel wegen der Zunahme der Elektromobilität oder der Wärmepumpen – und das Angebot nicht mithalten kann?

Welche Chancen sehen Sie in einer allfälligen Volksabstimmung?
Zandonà: Das Argument «verhebt»: Zu teuer und bringt nichts. Ausserdem müssen wir anstelle von Verboten die Innovation und Forschung fördern. Kaminfeger Schweiz sieht daher sehr gute Chancen. Zudem: Die Kaminfegerin und der Kaminfeger nehmen sich seit Jahrhunderten der Gesellschaft an, was gerade in der heutigen Zeit enorm wichtig ist – und bringen Glück!
 
Referendum gegen das CO2-Gesetz
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